SCHWANGERSCHATSFITNESS / -RÜCKBILDUNG
Für gesunde Frauen gibt es keinen Grund, in der Schwangerschaft auf Fitness zu verzichten. Grundbedingung ist, dass sie gesund ist, die Schwangerschaft normal verläuft und keine Risikofaktoren bestehen.
Frauen, die während der Schwangerschaft auf gesunde Weise trainieren haben kürzere Geburtszeiten, weniger wahrscheinlich Kaiserschnitt-Operationen, erholen sich nach der Geburt schneller, haben eine bessere Verdauung und schlafen besser, fühlen sich einfach entspannter, leistungsfähiger, ausgeglichener und zufriedener. Zudem hilft Bewegung recht gut gegen Ödeme, also Wassereinlagerungen in Armen und Beinen. Und man kann feststellen, dass Fitness neben anderen vorteilhaften Wirkungen, auch etwas vor Erkältungen und Infektionen schützt, für die man in der Schwangerschaft besonders anfällig ist. Den kleinen Leiden in der Spätschwangerschaft, wie Rücken*- und Fußschmerzen, kann ebenfalls durch gezielten Sport vorgebeugt werden. Ein sportlicher Körper ist zudem sehr viel besser auf die Anstrengungen der Geburt vorbereitet als ein untrainierter.
Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft Sport getrieben haben und nun Ihre Kondition erhalten wollen, aber auch wenn Sie vorher eher bequem waren und erst mit dem wachsenden Bauch den Wunsch nach mehr Bewegung verspüren, kann jetzt vorsichtig mit einem Training begonnen werden. Jede Aktivität sollten Sie jedoch vorher mit dem Frauenarzt absprechen.
Hören Sie auf Ihren Körper und überbelasten Sie ihn nicht. Passen
Sie ihr Training der jeweiligen Phase der Schwangerschaft an. Der Körper
wird auf das Gebären vorbereitet, ist aber auch
2 - 3 Monate nach der
Schwangerschaft leichter verletzbar. In der Schwangerschaft ist der
Gleichgewichtssinn geschwächt - Sehnen und Gelenke sind leicht überdehnbar.
Daher möglichst keine Sportarten ausüben die besondere Geschicklichkeit
erfordern (Tennis, Squash, Reiten, Skilaufen,.....). Sie sollten sich
wohl fühlen und im aeroben Bereich trainieren, so dass Sie sich locker
unterhalten können. Insgesamt sind lange oder sehr anstrengende Belastungen
nicht empfehlenswert. Der Puls der Schwangeren sollte beim Sport nicht
längere Zeit 130 Schläge pro Minute überschreiten. Gymnastik mit ruckartigen
Bewegungen vermeiden.
*Kraft für den Rücken
Ein Plus an Zusatzgewicht runden den Rücken und das Hohlkreuz ist die
Folge. Durch die schlechte Körperhaltung wird die Muskulatur falsch
beansprucht, es entstehen - zum Teil schmerzhafte - Verspannungen.
Deshalb Kopf und Brust hoch, Bauch nicht zu sehr nach vorne fallen lassen.
Dagegen kann regelmäßiges Dehnen und entspannen hilfreich sein, aber
vermeiden Sie Bewegungen, die den Rücken belasten. Der Bewegungsablauf
sollte immer wohltuend sein. Die Muskulatur des Rückens gezielt aufbauen
um die Wirbelsäule zu entlasten, kann solchen Beschwerden vorbeugen.




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